Meine ganz eigene Pretty Woman Story

Es ist früh am Morgen, viel zu früh für mich. Ein Wecker klingelt. Neben mir regt sich etwas. Ein Arm greift zum Iphone und stellt auf Schlummern. Ein sanftes Umschließen und näher ran ziehen und dann wird weiter geschlummert.

Dann wieder diese Melodie. Ein Kuss auf die Backe bringt mich kurz wieder in die Welt zurück. Ich will noch nicht aufstehen, aber meine Hand sucht ebenfalls nach meinem Iphone und ich durchstöbere meine Seiten nach Nachrichten und News. Halb noch im Schlaf antworte ich frustriert auf dumme Erstnachrichten, während in der Dusche das Wasser läuft. Ich lege mein Handy wieder weg und falle fast wieder in einen wolligen Schlaf zurück, aber eines muss noch sein:

Ein Kuss, ein „Ich liebe dich und fahr vorsichtig, ich brauch dich noch länger“ bevor ich endgültig noch den restlichen Schlaf für den Tag bekomme.

Jetzt fragen sich sicherlich einige was ich hier schreibe, aber tatsächlich sehen so meine Morgenstunden aus, wenn mein Mann zu Hause war und auf Arbeit muss. Wir uns für ein paar Tage nicht sehen können.

Ich bin schon seit längerem kein Single mehr. Auch wenn ich es in vollen Zügen ausgelebt habe (bis zu einem gewissen Grad geliebt habe), habe ich mich für die Liebe entschieden als sie mich gefunden hatte.

Dagegen spricht nichts, auch nicht wenn man in der Erotikbranche arbeitet. Im Gegenteil! Um so mehr weiß ich sie zu schätzen, beschütze sie, würde alles dafür geben, wenn ich müsste.

Ich habe euch einen ehrlichen und kritischen Blog versprochen der mein Leben wiederspiegelt und dazu gehört auch, dass ich die Liebe gewählt habe als sie mich gebucht hat.

Mein Mann (ich sage immer Mann, dafür muss ich nicht mit ihm verheiratet sein, er ist nun einmal MEIN MANN) war ein Kunde von mir. Nach einer ziemlich absurden Beziehung mit übereilter Ehe und schlechten bis gar keinen Sex, war ich die beste Option die er hätte wählen können. Nichts spricht dagegen sich etwas zu gönnen nach einer schlechten Zeit in die man(n) zu viel Kraft und Energie verschwendet hat, für eine Frau die nichts zu schätzen weiß (meiner Meinung nach).

Ich werde das sein, was du für mich bist: Das absolut wertvollste auf der Welt.

Nach zwei unmöglichen Monaten in denen ich definitiv zu wenig verdient hatte und vielen verblödeten Chats mit verblödeten Typen, die nicht lesen können, war es eine Wohltat für meinen Kopf als mir Mr. Rowley schrieb. Ein paar Nachrichten hin und her, weil ich nicht genau wusste ob ich ihn treffen wollte (irgendwie hatte mich sein Foto neugierig gemacht, aber mein Bauchgefühl hatte wohl schon gewusst was passieren würde), machten wir für Ende September ein Treffen aus.

Vor mir stand ein Bär von Mann, außergewöhnlich charmant und mit so viel äußerlichen Reizen, dass ich mich umso mehr gefreut hatte dieses Treffen nicht abgesagt zu haben.

Wir redeten viel, also ich redete viel (XD) und natürlich kam auch zur Sprache was ihn dazu trieb hier her zu kommen und Geld für mich zu bezahlen. Er hatte es definitiv aus meiner Sicht nicht nötig, aber ich konnte es verstehen.

Zwei Wochen später das nächste Treffen. Und ein kleines Essengehen beim Chinesen weiter die Straße runter. Sehr ungewöhnlich. Die wenigsten investieren in ein Mädchen in kurzer Zeit so viel Geld, zumindest glaube ich das und laden einen dann auch noch zum Essen ein.

Dann wurde es immer komischer.

Die Woche drauf, mitten in der Nacht, die Frage ob ich Zeit hätte für ein weiteres Treffen habe. Nach Mitternacht trafen wir uns. Ich war zuvor 5 Stunden gefahren und total übermüdet. Er bezahlte Geld für echt miesen Sex und ein gerissenes Gummi, das ich irgendwie aus meiner Muschi fischen musste, war der Bonus in dieser Nacht. Passiert sonst nie, weil meine Vagina meist einem Swimmingpool gleicht.

Ab und zu schrieb ich ihm, was er denn so macht. Was ihn wohl sehr verwundert und verwirrt hatte. Mich ehrlich gesagt auch, da ich so etwas normalerweise nie gemacht hatte. Zumindest nicht in dieser Form. Natürlich hatte man mit dem ein oder anderen Kunden auch Kontakt über WhatsApp und Co, aber mit ihm war es immer anders, verbundener.

Wenn mir dein Herz gehört, dann gibt es nichts mehr auf dieser Welt das mir fehlt. Jedes Gefühl der Leere, jedes Gefühl der Unvollkommenheit wird dann verschwunden sein.

Nach dem sechsten Treffen dann das große Geständnis, einen Monat nach unseren ersten Treffen. Wir hatten ein ganz normales Sex-gegen-Geld Treffen, redeten noch etwas und dann ein leises „ich hab mich in dich verliebt“. Schock! Der aussichtslose Kampf sich nichts anmerken zu lassen, alles wie immer zu machen, nicht anders zu Küssen als zuvor, noch ein paar blöde Sprüche und dann hemmungsloser Sex bei dem man erst währenddessen merkt, dass man das Gummi vergessen hat. Egal, ab da an war es mehr als nur ein weiteres Treffen mit einem Kunden.

Ende November dann das schönste Date das ich je hatte. Sushi, Guinness und Tanzen. Danach wieder hemmungsloser Sex. In meinem Kalender fanden sich regelmäßig kleine und größere Liebesbekundungen. Ich gab mir bei jedem weiteren Treffen die größte Mühe, war einfach ich und nicht Belle, zeigte ihm meine Welt und umgekehrt. Seine Freunde nahmen mich auf als wäre ich immer schon dabei gewesen und zum ersten Mal in meinem ganzen Leben fühlte ich mich angekommen.

Ich liebe dich wie am ersten Tag. Jeden Tag.

Und zum krönenden Abschluss der wundervollste Valentinstag den ich je hatte, aber den ich zu 1.000 % immer wieder haben werde. Das beste Essen der Welt, mit einem Hummerstück das mich zum Weinen gebracht hatte. Nicht weil es Hummer war, sondern weil es mich an meine Eltern erinnerte, als sie im Italienurlaub auch zum ersten Mal Hummer aßen und es einfach so wundervoll und vollkommen war, ich als kleines Mädchen verstand was es heißt sich für immer zu lieben und alles, sein ganzes Leben miteinander zu teilen. Donuts vom besten Laden der Welt und der beste Film diesen Jahres, Deadpool! Wer kann das schon toppen; mein Mann kann es.

Seit 16.02.2016 sind wir offiziell ein Paar und es gab gute und nicht ganz so gute Tage, aber unsere Liebe wächst von Tag zu Tag. Nichts wird daran etwas ändern können und wie gesagt, ich werde es auch nicht zu lassen. Das Leben ist nunmal wie der Wellengang im offenen Meer und manchmal kommt ein Gewitter auf, aber die Sonne kämpft sich immer wieder den Weg durch die Wolken frei.

Ich habe mir die Liebe nicht ausgesucht, die Liebe hat uns einfach gefunden und zusammen gebracht. Eine Sache die die wenigsten verstehen, verstehen werden.

Wir haben unsere eigene „Pretty Woman“ Geschichte geschrieben. Hollywood würde sich nach unserer Geschichte die Finger lecken, um sie verfilmen zu können. Natürlich kann ich nicht alles so wiedergeben wie es passiert ist und wie es sich angefühlt hat und immer noch anfühlt. Einige Momente behalte ich mir natürlich für mein Herz auf, werde sie mit niemanden anderes teilen. Auch aus dem Grund weil es die wenigsten nachvollziehen können. Es ist nicht einfach die Liebe zu finden und zu halten, wenn man die Sachen macht die ich mache. Man kann es nur gemeinsam schaffen und das werden wir, da bin ich mir ganz sicher.

Momentan suchen wir eine gemeinsame Wohnung und ich habe ein neues Projekt angefangenen, das mit Belle so gar nichts zu tun hat; für uns!

Manchmal ist es zu perfekt als das wir beide glauben können das es real ist:

Manchmal sehe ich dich an und frage mich, ob das alles wirklich passiert. Dinge, die zu gut sind um wahr zu sein, sind in der Regel nicht wahr. Das anscheinend schon.

Falls ich jedoch träume, dann liege ich hoffentlich in einem schweren Koma und wache nie mehr auf. Ich liebe dich. Du bist meine Zukunft; meine Ewigkeit.

 

Kirschsüße Grüße

Eure Belle

 

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MydirtyPorndate – von nackter Haut, Testosteron und Pornografie

Da sitz ich wieder in meiner Einzimmerwohnung. Die Sonne strahlt in gewohnter Sommermanier durch das offene Fenster, ein leichter Windhauch umspielt kühl meine Haut. Ein langes Wochenende liegt hinter mir. Voller neuer Eindrücke in die Welt der Erotikbranche, meiner Welt seit vielen Jahren und manchmal kommt sie mir trotzdem unbekannt, verrückt sogar etwas bizarr vor. Doch um nichts würde ich das missen wollen. Warum? Das erzähle ich euch gerne.

Es ist Samstag. Mein Wecker klingelt um 6:30 Uhr. Verschlafen mache ich ihn aus. Natürlich bin ich immer noch keine Frühaufsteherin geworden und hatte es mal wieder erst gegen zwei Uhr nachts ins Bett geschafft. Eine Nachteule wie eh und je.

Erstmal einen Latte Macchiato, das Beste nach einer kurzen Nacht. Duschen, Haare föhnen und eilig die restlichen Sachen für die Party in meine Kulturtasche werfen, dabei sich mindestens einmal am Türrahmen stossen. Das gehört einfach mit dazu!

Schnell ein T-Shirt angezogen und hüpfend in eine bequeme Jogginghose für die Fahrt gesprungen. Die Tür geht auf und mein Kameramann und Drehpartner kommt herein um mir mit meinem Gepäck runter zu helfen.

Die Fahrt nach Hamburg erweist sich als relativ entspannt. Nebenbei hören wir uns ein Hörbuch an,“Die 4 Stunden Woche“ und reden begeistert darüber. Ich versuche mir schon einige Punkte davon zu merken und auf meine Arbeit umzumünzen. Kann ja nie schaden sich den Rat eines erfolgreichen Menschen zu Herzen zu nehmen. Der Erfolg lässt bei mir ja eher noch auf sich warten, aber was nicht ist kann ja noch werden.

Ab der Hälfte der Strecke muss es natürlich anfangen zu regnen. Aus Müllcontainern, nicht aus Eimern… Nach einigen kurzen Staus und einer Essenpause in einem möchtegern amerikanisch wirkenden Autohofrestaurant erreichen wir unser Motel in Hamburg. Rechtzeitig damit ich mich für die Party im Club hübsch machen kann.

Es hat zu regnen aufgehört, so das ich mit meiner perfekten Frisur vom Hotel zum Club komme. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Herzlich wie immer begrüßen sich alle. Roger und ich schnappen uns erst einmal die Queue und spielen ein paar Runden Billard. Warum auch nicht, wir sind ja hier um Spaß zu haben.

Die Party beginnt relativ spät um 21:30 Uhr. Der Einlass beginnt schon früher und lässt einem so Zeit auf eine gesunde und feuchtfröhliche Betriebstemperatur zu kommen. Man muss sich ja auf einen langen Abend vorbereiten.

Nach der Ankündigung der Amateurinnen beginnt das Spiel. Mein erstes Opfer für diesen Abend hatte ich schon schnell ausgemacht. Hugo, mit dem ich schon bei meiner ersten Porndate das Vergnügen hatte war wieder da. Ich schnappe mir sofort den Kleinen und habe nach ein paar Minuten schon mein erstes Video im Kasten.

Nach einer ausgiebigen Dusche geh ich nach oben um mich in ein neues Outfit zu werfen. Die Temperaturen im Club selbst steigen derweilen ins Unermessliche. Meine Haare sind nach ein paar Minuten einfach wieder ruiniert, aber was soll es. Scheiß auf die perfekte Frisur. Für was gibt es auch hier einen Föhn.

Mein zweites Video hab ich auch schnell drin. Eine Amateurin im Cosplayoutfit hatte mich gefragt ob ich Lust hätte mit ihr zu drehen. Ich bin offen für neues und nutze so meine Chance auf ein ausgefallenes Video. Zwar muss ich mich ein bischen überwinden es mir vor der Kamera selbst zu machen, aber manchmal muss man eigene Grenzen über den Haufen rennen. Vor allem, wenn sie einem nur selbst im Weg stehen.

Der Rest des Abends war eine wilde Sause mit noch mehr Whisky und viel nackter Haut auf der Bühne und Tanzfläche. Die Männer hatten sichtlich ihren Spaß dabei und selbst unsere wundervolle Veranstalterin fand wieder etwas Zeit um selbst mitfeiern zu können.

Jetzt kann man sagen „Der Abend war ein voller Erfolg“, dennoch sehe ich manche Punkte sehr kritisch. Auch bei mir selbst.

Mal wieder habe ich einfach für mich selbst zu wenig Werbung auf allen Portalen gemacht und so potenzielle Drehpartner nicht erreicht. Facebook Werbung ist ja schön und gut, aber nicht so effektiv wie gehofft. Auf meiner offiziellen MDH Seite habe ich fast keine Werbung gemacht. Das muss ich definitiv bis zur nächsten Party ändern. Und damit auch meinen eigenen Schweinehund bekämpfen. Und der sitzt tief…

Generell war die Werbephase viel zu kurz, was sicherlich damit zusammenhängt, dass die Hamburger Porndate schnell auf die Letzte folgte. Das wirkte sich schließlich auch auf die Anmeldezahlen aus und demzufolge war die Zahl der Männer gemessen an der Zahl der Amateurinnen zu klein. Im Oktober 2015 war ich schon einmal in Hamburg mit dabei und der Laden war einfach brechend voll. Somit stieg dann auch die Zahl der Videos die man drehen konnte. Wenn die Mädels schon ohne Honorar bei einer solchen Veranstaltung mitmachen, sollte zumindest gewährleistet sein, dass man genügend Material erzeugen kann und damit seine Reisekosten plus einen Gewinn erzielen kann. Schwierig, ich weiß, aber nicht unmöglich.

Natürlich schaffen es einige Mädels viel Material zu bekommen, doch jeder Mann der schon einmal vor der Kamera stand hat potenziell nicht mehr genug Sperma um es mit den anderen zu teilen. Und mit vielen anwesenden Männern will man vielleicht auch gar nicht drehen. So sinkt die Zahl der Männer stetig die in Frage kommen würden. Und somit das Material das erzeugt werden kann.

Zudem muss ich meine Schüchternheit endlich besser in den Griff bekommen. Hört sich komisch an, aber ich schaffe es manchmal einfach nicht auf die Männer zuzugehen und direkt zu fragen. Nur weil ich Pornos mache heißt das nicht automatisch das ich in so etwas spitze bin. Auch ich habe Angst vor einer Abfuhr. Sicherlich auch die Männer, die eh schon von der ganzen Szenerie überwältigt sein müssen.

Und dann gibt es da diese Mädels, die sich immer in den Vordergrund drängen. Schön wenn die das so einfach hinbekommen, aber für andere ist das nicht so einfach und da nehme ich mit dazu. Und wenn man sich schon traut nach gefühlt 20 Whisky auf die Bühne zu gehen und den Abend mit zu rocken, dann hat man keine Chance in den Vordergrund zu kommen, da schon fünf oder mehr nackte Ärsche ganz vorne in den Gesichtern der Männer hängen.

Ach ich hör schon auf mit der Kritik. Mehr hab ich auch nicht, eher positives.

Die Porndate war wie immer eine super Möglichkeit um seinen Namen in die Welt zu streuen. Die Männer können einen live sehen und erleben und damit sich ein noch besseres Bild von einem machen. Man lernt endlich die anderen Mädels hinter ihren Profilen und Videos kennen und lieben. Neue Verbindungen können entstehen und damit neue Möglichkeiten. Und man kann für sich selbst positive Eigenschaften von anderen aufnehmen und in sein eigenes Handeln übernehmen. Und so etwas befürworte ich eh schon immer.

Im Großen und Ganzen ist die MydirtyPorndate eine super Veranstaltung mit einer tollen Frau als Schirmherrin und einem tollen Team dahinter.

Die Hamburger Location ist super und mit dem größeren Bereich für die Amateurinnen bieten sie somit auch eine Rückzugsmöglichkeit für alle die eine kurze Verschnaufpause brauchen.

Die Männer dort sind nicht immer die geilsten, aber wenn man sich die Rosinen heraus pickt eine tolle Möglichkeit für neuen Content.

 

Kirschsüße Grüße

Eure Belle

 

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Der lange Weg zu einem erfüllten Leben

JA. Ich kann von mir selbst behaupten das ich ein erfülltes Leben habe. Ich habe Freunde die zu mir halten, eine etwas verkorkste Familie die dennoch liebenswert ist und ich bestreite mein Leben mit einem oder sagen wir mehreren Jobs die ich selbstständig ausführe und in denen ich selbst bestimmen kann.

Auch wenn es nicht immer einfach war oder ist, bin ich trotzdem glücklich mit dem was ich jetzt bin und mit dem was mich umgibt.

Doch wer kann das sonst noch von sich behaupten?

Ich habe immer mehr das Gefühl das zwar alle danach streben, aber die meisten auf der Suche danach vom Weg abkommen und sich in Geschichten und Vorstellungen verlieren.

Aber warum? Weil sie gar nicht wissen was und wohin sie wollen. Dabei ist es gar nicht so schwer.

Man muss nur bei sich selbst anfangen. Herausfinden wer man ist, wer man sein will. Was man besser machen will oder sollte und welche Eigenschaften an sich selbst einen daran hindern besser zu werden. Denn nur wenn man sich selbst gefunden hat, weiß man auch wo man hin will.

Aber dafür muss man in sich gehen. Sich Zeit nehmen zu verstehen. Auf Signale achten die einem zeigen, dass manche Punkte und Vorstellungen so nicht in ihr Leben passen können. Bis man sich sicher ist, dass das das ist was einen zu einem erfüllten Leben verhilft.

Ganz wichtig: Versuche nie das Leben eines Anderen zu leben!

Nur weil man der Meinung ist das der ein oder andere ein besseres Leben führt als man selber, sollte man nie danach streben genau das gleiche für sich einzunehmen. Das kann nur schief gehen. Klar haben andere tolle Leben aber ich nenne es gerne den Facebook-Effekt. Menschen zeigen von sich und ihrem Leben in der Öffentlichkeit nur das Beste. Alles was schlecht ist oder sie daran stört wird nicht geteilt oder ausgesprochen. Es werden so viele Fassaden aufrechterhalten, aber irgendwann bricht so eine Fassade einer wunderschönen Welt in sich selbst zusammen.

Aber auch schlechte Dinge die einem im Leben widerfahren können hilfreich sein. Man muss sie nur für sich selbst nutzen. Stärke daraus ziehen und seinen Charakter damit schleifen bis es vollendet ist. Das geht nicht von heut auf morgen und bleibt ein ständiger Prozess.

Und dann gibt es solche Menschen, die die Fehler nur bei anderen suchen aber nie bei sich selbst.

Wenn man nur bei anderen die Fehler sucht warum etwas nicht klappt wird man es nie schaffen. Und da wären wir auch schon bei einem großen Hilfspunkt im Leben.

Freunde sind wichtig. Aber nicht die Menge zählt, sondern die Qualität. Wenn man weiß wer man selber sein möchte und was für einen wichtig ist, sollte man sich möglichst auch an die Menschen halten, die diese Ansichten teilen. Dabei muss es nicht zu 100 Prozent übereinstimmen, aber zumindest so das man mit guten Gewissen sagen kann „Du bist für mich ein wahrer Freund und egal was ist, ich kann immer auf dich zählen.“

Warum solche Freunde wichtig sind? Weil sie einem in schwachen Tagen wie ein Spiegel vorkommen und einen zeigen wie man selbst eigentlich sein sollte. Der Charakter eines Menschen ist immer noch sein wichtigstes Gut, auch in der heutigen Zeit. Auch wenn wir immer wieder durch äußere Einflüsse Gefahr laufen können zu vergessen was am wichtigsten ist. Den Charakter sehe ich immer noch als Spiegelbild der Seele und des Herzens einer Person an. Und nicht was er macht, wie viel jemand verdient, wie viele Facebook Freunde er hat oder was er an schwachsinnigen Posts abgibt oder teilt. Das ist alles unwichtig und nichtssagend. Denn das einzige was zählt sind Charakter und Taten, wenn es wirklich darauf ankommt. Kein super Aussehen oder Geld und Macht kann das aushebeln. Wenn man sich selbst gefunden hat und die Personen die man als wirkliche Freunde stützend hinter sich stehen hat, kann man weiterkommen in seiner Selbstverwirklichung.

Erst jetzt entscheidet der Job und alles was damit zusammenhängt ob man ein glückliches Leben erreichen kann. Es ist zwar ein kleiner Punkt, aber dennoch entscheidend wie sehr man sein Leben liebt. Aber man sollte immer das machen woran man Freude empfindet, das einen erfüllt. Und wenn Menschen damit ein Problem haben, dann schmeiß sie aus deinem Leben. Denn dann passen sie nicht zu den anderen Punkten die ich vorher angesprochen habe. Niemand wird etwas gegen das sagen was du machst, wenn er der Spiegel deiner selbst ist. Sie können es nachempfinden und nichts schlimmes daran finden. (Wahrscheinlich ist dieser Punkt bei mir am Wichtigsten, denn ich mache nunmal nicht wirklich alltägliche Jobs, aber dennoch sollten immer alle in deiner Umgebung zu dir halten, egal was man arbeitet oder nebenberuflich ausübt)

Also mach was dich glücklich macht. Erfüll dir die Wünsche die dir wichtig sind und sobald jemand daran etwas auszusetzen hat… erklär es, mach deinen Standpunkt fest, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Denn echte Freunde und Familie wird immer nachvollziehen und verstehen können, warum du dich für dieses oder jenes entscheidest.

Und zu guter Letzt ist wohl das wichtigste ein Vertrauter, ein Seelenverwandter. Es muss kein Partner sein – wenn doch, Optimal! Damit erreicht man das, wonach jeder Mensch in seinem Leben strebt. Nach Liebe und Geborgenheit. Einer Zukunft zu Zweit, in der man alles zusammen überstehen kann – , es kann auch dein bester Freund sein oder was auch immer. Aber jeder Mensch braucht so jemanden an seiner Seite und am Besten bis zum bitteren Ende. Denn ohne jemanden mit dem man sein Leben teilen kann und genießt, kann man kein wahrlich erfülltes Leben finden. Keiner möchte alleine sein. Seine Probleme mit sich selbst auf ewig alleine ausmachen. Auch wenn es bis zu einem gewissen Punkt geht. Irgendwann sehnt man sich danach und wenn das Glück mit dir ist und du mit deinem Leben bisher glücklich bist, wird diese eine Person von ganz alleine kommen. Dich mit seiner Präsenz umhüllen und du willst niemals mehr ohne sie sein. Aber suche nie nach diesem Glücksgarant. Erzwinge es nicht. Es wird von ganz alleine kommen, wenn du dafür bereit bist.

Wenn du DU bist!

Wenn du wissen willst wer ich bin, dann bleib dran und verfolge einfach weiterhin diesen Blog. Zwar kann ich nicht alles erzählen und aufschreiben, dir nur einen Einblick geben. Aber dafür ehrlich und aufgeschlossen, ohne falsche Fassaden und dreckigen Worten.

Kirschsüße Grüße

Eure Belle

 

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Nürnberg – Dublin (und am liebsten nie wieder zurück…)

Ja auch eine Hobby-Hure muss mal Urlaub machen und sich auf eine andere Art von Reise machen, die wohl für die anderen eher normaler ist als für mich. Bei mir sind echte Reisen eher unüblich. Letztes Jahr habe ich es das erste mal wieder nach Jahren geschafft Urlaub zu machen, aber eher schlecht als recht. Doch diesmal erwartet mich der Urlaub meines Lebens.

Zuerst hab ich einfach nur Angst. Angst wichtige Dinge zu vergessen die jede Frau nunmal so brauch um den Tag zu überstehen. Das heißt vor allem zu viele Klamotten und Schuhe für mein Handgepäck. Dinge die ich wahrscheinlich gar nicht gebrauchen werde. Aber für den Fall der Fälle, man weiß ja nie. Braucht man oder besser Frau alles griffbereit. Der nächst größere Punkt sind Hygiene- und Schminkutensilien. Zu viel für einen kleinen Zipbeutel und gefühlte 50 flüssige Mittelchen und Cremigen die man nur in einem Flugzeug mit sich führen darf. 

Und da wären wir auch schon bei meinen nächsten und größten Angstfaktor. Das Fliegen. Ich saß schon das ein oder andere mal in einer kleineren Maschine aber noch nie in einem großen Passagierflieger und schon gar nicht länger als 15 Minuten. Aber was macht man nicht alles für den perfekten Urlaub. 

Die nächsten zwei Stunden bis zum Start kann man mich eigentlich komplett vergessen. Ich lasse es mir zwar nicht wirklich anmerken, aber in mir spannt sich alles an. Mein Kopf konzentriert sich nur noch auf all die Faktoren die eintreffen müssen damit das Flugzeug beschädigt wird und allesamt in den Tod stürzen. Natürlich schon auf der Rollbahn angefangen, weil man da ja auch so tief stürzen kann… 

Ich glaube Fliegen an sich macht mir schon Spaß und ich finde es faszinierend was für Möglichkeiten sich der Mensch damit geschaffen hat, aber das würde den Rahmen hier einfach sprengen und auch etwas zu sehr vom Thema abkommen, als das ich darüber jetzt philosophieren könnte. 

Was aber noch viel schlimmer ist, Ankunft in Dublin ist erst kurz nach 00:00 Uhr. Meine Abreise beginnt aber schon ab 17:00 Uhr, dass bedeutet im Klartext: Ich muss zweimal in verschiedene Flieger einsteigen und die ganze Tortour von Start und Landung mehrmals über mich ergehen lassen. 

Aber wenn wundert es, natürlich bin ich in Dublin angekommen. In einem Stück. Ab in den Mietwagen. Einen schicken Volvo, der sich wirklich sehen lassen kann und ab ins Hotel nähe Flughafen gefahren. Kurzer Check-In in den Abendstunden und dann nur noch todmüde in die kuscheligen Daunenfedern fallen. Aber denkste! Ganz kann ich meine Arbeit natürlich auch nicht hinter mir lassen und so wird noch schnell ein heißes Tape abgedreht (warum nicht wenn man schon so ein tolles fremdes Zimmer zur Verfügung stehen hat). Facebook, Twitter, MDH etc. gecheckt und dann, gegen 3:00 Uhr kann ich endlich schlafen gehen, auch wenn die Nacht bald wieder vorbei ist.

Schließlich erwartet mich ein tolles irisches Frühstück im wundervollen Dublin, im Land meiner Träume!

(Natürlich gibt es zu jeden Tag einen kurzen Einblick! Nur Geduld.)

Kirschsüße Grüße

Eure Belle

 

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Die geilste Zeit meines Lebens

Ich sitze hier gerade mit einem Gläschen Jacky-Cola, rauche genüsslich eine Zigarette und komme von einem tollen Abend, mit selbstgemachten Essen, den ich mit einigen meiner Lieblings-Menschen verbracht habe. Und nun lasse ich einige Gedanken und Geschichten die man sich in so einer Runde erzählt Revue passieren; und ich bin einfach nur glücklich. Ein Lächeln huscht mir minütlich über die Lippen und ich muss darüber jetzt einfach schreiben.

Denn momentan ist wieder eine dieser Wochen, in denen einige Sachen beruflich einfach nicht klappen wollen und ich echt in Schwierigkeiten komme und schlechte Stimmung sich breit machen will. Aber genau solche Abende geben mir wieder Kraft für das was noch kommt und hilft mir solche Zeiten zu überstehen.

Meine beste Freundin hat für diesen Abend gesorgt und sie ist auch der Hauptgrund warum ich da bin, wo ich heute bin. Ich bin angekommen, habe mein Leben für mich gefunden und kann es mit Menschen teilen die ich in mein Herz geschlossen habe. Besser kann es nicht sein.

Doch die letzten drei Jahre haben erst dazu geführt.

Wir beide haben so viel erlebt und durchgemacht. Höhen und Tiefen erlebt und es werden sicherlich noch einige mehr kommen, aber ich bin bereit dafür. In zehn Jahren war ich nicht immer die beste Freundin und einige Zeit nicht für sie da als sie es gebraucht hätte, aber jetzt ist all das Vergangenheit.

Sie liebt es Geschichten von den letzten Jahren zu erzählen. Die meisten haben mit Männern zu tun, aber handeln vor allem von zwei Single-Frauen die sich nicht scheuen ein erfülltes Leben und Spaß zu haben.

Wir haben Nächte tot geschlagen bis in die frühen Morgenstunden, haben ganz Nürnberg und Fürth unsicher gemacht und so manche Bekanntschaft gemacht. Aber die an denen wir nur uns zwei hatten, sind wohl die Bedeutsamsten. Den sie haben unsere Freundschaft noch viel mehr bestärkt. Uns zusammen geschweißt wie Pech und Schwefel. Uns zu Schwestern im Geiste gemacht. Wir haben uns halb tot gelacht über legendäre Disconächte, verblödete Halbstarke, über zufällige Begegnungen und über meinen nicht vorhandenen Orientierungssinn.

Ich weiß das sie das hier lesen wird und ich sage dir, egal was kommt, wir beide werden immer unser Leben miteinander teilen und es werden noch mehr solcher Geschichten kommen die du gerne an lauschigen Abenden erzählen willst. Ich liebe dich und werde dich immer lieben!

Aber was sind das so für Geschichten.

Geschichten über das Aufreißen von drei gutaussehenden Italienern an einer der zahlreichen Tankstellen und deren nicht ganz so tollen vierten Freund, der sich mit dem übertriebenen Fetisch für Füße und übereiliges Handeln schnell ins Abseits katapultiert hat. Bis hin zu einem kleinen Techtelmechtel in ihrem Auto und bissigen Mücken die mir meines im Waldstück schneller als gedacht zur Nichte gemacht hatten.

Ich wundere mich übrigens bis heute das die Achse ihres Wagens nicht in dieser Nacht gebrochen ist, so wie dieses auf den Waldboden aufgeschlagen ist. Der Typ hatte danach auf jeden Fall auch eine Story fürs Leben!

Eine andere handelt von einem jungen Mann, den ich sichtlich schockiert hatte als ich meine Freundin in einer spontanen Aktion die Augen verband und ihm zeigte wie man eine Frau noch so auf Hochtouren bringen kann. Ich hatte ihr leichte Schläge auf Brüste und ins Gesicht gegeben. Sie mit sanften Atem an Hals und Ohr wieder runter gebracht – alles eher spielerisch aus der Situation heraus – und schlussendlich … sind wir gegangen. Es war ja auch schon fünf Uhr morgens. XD

(Er ist bis heute ein guter Freund und auch ihm ist dieser Text gewidmet. Denn es ist nicht selbstverständlich das Männer die unsere Bekanntschaft gemacht haben auch nach so langer Zeit noch da sind. Auch mein bester Freund ist so einer, auch wenn er sich momentan eher etwas rar macht. Aber ich liebe in trotzdem und bin ihm nicht allzu böse.)

Oder wie zwei oder drei Typen, ich weiß nicht mehr genau wie viele es waren, uns in Nürnberg angehalten hatten, sich der eine erst durch das offene Fenster zu mir herein lehnte um einen Blick in mein Dekolletee zu erhaschen und es sich keine fünf Minuten später bei meiner Besten, auf dem Beifahrersitz sitzend, auf ihren Schoss rücklings bequem machte. Dann musste ich ihn leider meines Autos verweisen und die anderen wegen ihm zurücklassen.

Schade eigentlich wie ein Einziger immer dafür Sorge trägt entweder sich selbst es zu versauen oder seinen Kumpels die dabei sind.

Am Besten allerdings – und die Story feiere ich bis heute hart – war, als wir uns jeweils ein Date für den Abend klar gemacht hatten. Der Eine, Sanitäter mit Fiepsstimme für meine Freundin, der Andere ein ultra-heißer Türke für mich. Nach einigen Stunden sinnlosen Herumfahrens wollten wir beide wieder los werden. Da mein Date aus Nürnberg war und wir dort immer waren, mussten wir ihn leider als erstes zurück bringen. Natürlich musste er mir noch kurz seine tolle Wohnung zeigen, die sich für ein paar Minuten und einen ordentlichen Blowjob als die Waschküche herausstellte. Währenddessen versuchte Fiepsi sich natürlich an meine beste Freundin heran zu machen.

(Tut mir leid Schatz! Sie hat es mir bis heute nicht verziehen. XD )

Heute sind wir beide ein wenig ruhiger geworden. Sie hat hoffentlich endlich einen Mann gefunden für den es sich lohnt wieder Vertrauen zu haben und mehr zu versuchen. Nicht nur zu versuchen sondern es auch wirklich mit ganzen Herzen zu wollen. Die Männergeschichten nicht mehr gebraucht werden, weil er ihr all das gibt was sie braucht um glücklich zu sein.

Und ich. Ich habe den Job der mich erfüllt, in dem ich mich austoben kann ohne mich sinnfrei und kostenlos einfach jedem hinzugeben der mir in den Kram passt. Nur um mich später mehr oder weniger zu ärgern, weil er im Vorfeld gemachte große Versprechungen für eine Freundschaft mit Vorzügen nicht einhalten will oder kann. Ich habe neue Freunde die mein Leben zusätzlich bereichern ohne dafür eine Gegenleistung zu verlangen. Mit denen man Feiern oder einfach etwas trinken oder essen gehen kann. Aber mit denen man auch ernste Gespräche führen kann, über Gott und die Welt, wenn man es möchte. Menschen, die einen nicht dafür verurteilen was man macht, sondern immer für einen da sind und sein werden, egal was da noch kommen wird.

Mit Sicherheit werden noch mehr solcher Geschichten unsere Gespräche füllen, nur mit mehr Tiefgang und Ehrlichkeit. Geschichten die spontan entstehen und im ersten Moment gar nicht so episch erscheinen, aber sich mit der Zeit als solche herausstellen. Und ich freue mich auf das was da noch so kommen wird. Denn das was in den letzten Jahren passiert ist, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nur die Spitze des Eisbergs!

(Das geht an all meine Freunde. An die, die schon da waren. An die, die noch dazu gekommen sind. An die, die leider nicht an diesem Abend dabei sein konnten. Und an die, denen ich mein Herz geschenkt habe!)

 

Kirschsüße Grüße

Eure Belle

 

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Was wollt ihr eigentlich wirklich?!

Ich entschuldige mich jetzt schon einmal, falls dieser Eintrag zu grimmig oder unfreundlich, vielleicht sogar falsch rüber kommt, aber es sind Dinge, die mich jeden Tag beschäftigen.

Dinge die mich so manches Mal schon an meine Belastungsgrenze gebracht haben und so manchen inneren Ausraster hervorgerufen haben.

Ich weiß nicht, ob ihn Männer lesen werden die genau das machen. Aber wenn ihr es lest, dann hoffe ich, das ihr es genau lest und vielleicht erkennt, dass ein solches Verhalten einfach nicht tragbar ist. Auch nicht für eine Frau die ihren Körper und Geist an euch verkauft:

Seit drei Jahren schreibe ich täglich mit den verschiedensten Männern. Jeder mit seiner ganz eigenen Geschichte, Erfahrungen und Charakter. Und natürlich macht es mir auch auf einer gewissen Art und Weise Spaß, aber: Männer, wir wollen doch alle das selbe, Sex und zwar so einfach und unkompliziert wie möglich.

Na klar, eine Seite wie Joyclub, Poppen oder MyDirtyHobby impliziert genau diese Suche, aber mir passieren Tag täglich Sachen, die einem genau diese unkomplizierte Suche massiv erschwert und einem zur Weißglut treiben können.

Ich biete Sex gegen Geld an. Das ist kein Geheimnis und kann sofort auf meinen Profil erkannt werden. Sorry Männer, aber wenn in meinem Profil steht, und nicht nur einmal, dass ich finanzielles Interesse habe und nur dann ein Treffen ausmache, wenn Mann auch dazu bereit ist dafür zu bezahlen, dann frage ich mich, warum mir immer wieder Typen schreiben, ob ich mich auch so mit ihnen treffen würde.

Erstens hatte ich schon genügend Abenteuer.

Mit Sicherheit mehr als ihr. In einem Monat habe ich mehr „Abenteuer“ gehabt als ihr in eurem ganzen bisherigen Leben.

Zweitens bin ich nicht dafür auf diesen Plattformen, immer noch nicht!

Die Aussage die dann kommt, bringt mich immer wieder zum Lachen. Ihr habt angeblich so viel zu bieten und ihr seit angeblich so unglaublich unwiderstehlich, dass ich mich frage, warum das kein Anreiz für mich oder andere Frauen ist ein Treffen mit euch ohne Bezahlung zu haben. Ich kann es euch erklären: Ihr seit nicht unwiderstehlich und ihr könnt mir auch nichts bieten.

Besonders auf Facebook sind diese Herrschaften zahlreich vorhanden. Ich mach dort Werbung für meine Videos und suche vielleicht auch ab und zu neue Drehpartner, falls jemand diesen Wunsch in seinem Inneren seit längerem hegt, aber nicht weiß wie er diesen erfüllen kann. Immer wieder meinen doch die Herrschaften sie könnten all dies und insbesondere mich kostenlos haben. Not really! Vor allem, weil ein Dreh sich nicht von alleine finanziert und die Arbeit die man dort hinein steckt, nicht zu unterschätzen ist.

Und es gibt noch eine weitere Sorte von Mann, die mich wahnsinnig macht. Jede Dienstleistung hat seinen Preis und auch meine hat ihren festen Preis. Rabatte sucht man bei mir vergebens und handeln könnt ihr gerne auf einem türkischen Basar im Urlaub, aber nicht bei mir.

Des weiteren gibt es die Sorte von Mann die anscheinend meint, ich hätte alle Zeit der Welt um andauernd und zu jeder Uhrzeit nur mit ihnen zu kommunizieren. Selbst wenn ich die Zeit hätte würde ich es nicht tun. Mal davon abgesehen, dass das am Tag mindestens 30 Männer sind die so denken.

Oder arbeitet ihr auch, ohne am Ende des Monats Gehalt für eure Mühen zu bekommen? Nein, sicherlich nicht. Also, erklärt mir warum ich das sollte.

Ich rede gerne von Angesicht zu Angesicht mit euch über Gott und die Welt wenn ihr bei mir seid. Das ist gar kein Problem und ich bin die letzte die daran kein Interesse hat euch besser kennen zu lernen. Aber dann bekomme ich wenigstens auch die Zeit dafür vergütet und kann am Ende des Monats meine Miete bezahlen.

Darum mache ich das ja! Ich lebe von dem was ich mache!

Dann gibt es noch die Männer, die anscheinend in der Schule versäumt haben Lesen zu lernen. Ich weiß, ich habe einen sehr langen Profiltext, aber der ist nicht umsonst so lang. Er ist dafür da um herauszufinden ob ich die Frau bin die ihr sucht. Und um mir zu ersparen jeden einzelnen Mann immer wieder aufs neue erklären zu müssen, wie ein Treffen mit mir überhaupt zustande kommt, was man dafür tun muss, was man erwarten kann und was ich auf gar keinen Fall will.

Es ist wirklich alles erklärt und dennoch muss ich immer wieder die selben Fragen lesen, die eigentlich schon geklärt sind. Ich verstehe nicht, wie man zu faul sein kann fünf Minuten meinen Profiltext zu lesen, sondern lieber alle bereits beantworteten Fragen noch einmal runter rasselt.

Es geht mir nicht in meinen Kopf.

Was mich allerdings am allermeisten aufregt sind Männer die ein Treffen ausmachen und dann nicht kommen. Ähm hallo?! Ich weiß ja nicht welche Funktion für euch ein Termin hat, aber für mich ist das ein Datum und eine Uhrzeit die man fest ausmacht, um dann zum Beispiel zu seinem Hausarzt zu gehen, zu seinen Steuerberater oder um mit Freunden feiern zu gehen, weil man da Zeit für solche Sachen hat. Und Zeit ist das Stichwort hierbei!

Ich nehme mir die Zeit um mich für ein bevorstehendes Treffen fertig zu machen, teilweise gleich nachdem ich aufgestanden bin, vier Stunden nachdem ich erst ins Bett gegangen bin und nicht einmal etwas gefrühstückt habe, nur damit zur besagten Uhrzeit niemand erscheint. Es ist einfach unfassbar.

Und solche werden dann von mir sofort blockiert. Denn eure Ausreden kenne ich schon. Eure Autos sind kaputt, eure Oma musste ins Krankenhaus, weil sie gestürzt ist oder eure Mutter ist unerwartet gestorben… Wirklich, wenn es danach geht müssten die Straßen leer sein, weil alle Autos kaputt sind und Muttertag müsste ausfallen weil es sich bei so wenigen gar nicht mehr lohnt noch Muttertag zu feiern und alle Omas säßen bei ihren Ärzten mit einem Hüftschaden. Ok, natürlich kann das passieren, aber garantiert nicht bei jedem.

Aber was mich noch mehr nervt, sind Männer die immer wieder kurz vor knapp absagen und für nächste Woche einen Termin ausmachen. Dreimal ist meine Schmerzgrenze. Dann sind auch solche bei mir unten durch.

Ach und einen ganz besonderen Fall hätte ich da auch noch; Der „Ich-komm-zu-dir,-finde-dann-aber-das-der-Funke-nicht-übergesprungen-ist,-und-gehe,-nur-um-zehn-Minuten-später-zu-schreiben,-wie-sympathisch-und-heiß-ich-doch-war-und-ob-man-nicht-doch-noch-einen-Kaffee-trinken-gehen-will“-Fall.

Und zu guter Letzt, der Typ-Mann „Der Kunde ist König“.

Mal wieder Sorry, aber nur weil ich meinen Körper gegen Geld verkaufe heißt das nicht, dass ich alles machen muss was ihr von mir verlangt. Es gibt einfach Dinge die bei mir tabu sind und die werde ich auch für kein Geld der Welt machen. Und ich weiß nicht wie man das Interesse daran haben kann, Frauen zu Sachen zu zwingen die sie nicht machen wollen. „Der Kunde ist König“ geht vielleicht in einem Baumarkt, bei dem Mann qualitativ hochwertigen Service für seine erstandenen Waren haben möchte, aber ich bin keine Ware und wohl kaum ein Werkzeug.

Kirschsüße Grüße

Eure Belle

 

http://www.mydirtyhobby.de/profil/29624661-Belle-Cerise

Eskalation im neuem Zuhause

Ich liebe Umzüge! Meiner war ja auch nicht gerade der Schlimmste.

Die Wohnung bereits möbliert, hatte ich in drei Runden a drei Kartons und einer Extrarunde für mein Fahrrad, alles Nötige an einem Tag in mein neues Domizil verfrachtet. Die ersten zwei Tage nutzte ich entspannt dafür alles minimalistisch und gleichzeitig dekorativ in den Regalen und Schränken zu verstauen.

Ich fühlte mich sofort angekommen und hatte Zeit mich meinen geknüpften Kontakten zu widmen, die ich bereits in den Wochen zuvor über meinen Raumwechsel informiert hatte.

Auf meinem Schreibtisch lag mein Notizbuch bereit. Schon in meinen ersten Tagen und Wochen als Single hatte ich es mir in den Kopf gesetzt meine Beute chronologisch und mit ihren diversen Eigenschaften in diesem zu verewigen. Das soll nicht prollig rüber kommen, aber ich brauchte einfach eine gewisse Gedächtnisstütze, falls ich jemanden nochmal treffen wollte, aber die Zeit zwischen den jeweiligen Treffen schon etwas fortgeschrittener war. Ich möchte ja ungern, dass jemand denkt ich würde mich nicht mehr an seine Arbeit oder Hobbies erinnern. Hat auch meistens geklappt. Obwohl die Anzahl meiner One-Night-Stands periodisch anzusteigen schien, war es dann wohl doch eher nur wie ein Playbook für mich selbst. Aber das ist eines eigenen Artikels würdig.

Und ich wusste, dass sobald ich mein familiäres Umfeld verlassen hatte, genug Zeit und Ungestörtheit hatte, um noch mehr Treffen zu haben. Ohne das jemand aus meiner Familie falsch von mir denken würde, weil die verschiedensten Männer bei mir ein und aus gingen.

Obwohl ich ja der Überzeugung bin, dass sich keine Frau dafür schämen muss, wenn sie sich dazu entscheidet mehrere Männer gleichzeitig zu Daten und das meist nur aus einem Grund. Ja, ich musste mir des Öfteren anhören ich wäre eine Schlampe. Aber ganz ehrlich, es interessiert mich einen Scheiss. Sorry für meine Wortwahl, aber diese Sichtweise macht mich bis heute fuchsteufelswild.

Jedes männliche Wesen ist der geilste Hund, wenn er mehrere Frauen gleichzeitig hat. Aber wehe Frau entscheidet sich ebenfalls dafür. Und es ist interessant, dass diese Aussage nur kommt, wenn ich mich aus Gründen – Fehlverhalten, asoziales Benehmen, zu häufiges Fragen ob ich Nacktbilder schicke, Fragen ob nicht meine geile Freundin auch mitmachen würde etc. – nicht mehr mit einem Mann treffen wollte. Komische Sache… Natürlich seit ihr armen Wesen dann in eurem Stolz geknickt und dürft euch auch mal wie die Letzten benehmen, NICHT! Ich wünschte das andere Geschlecht würde das endlich mal begreifen, aber darauf warte ich schon seit Jahren. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und ich brauch ja auch noch Nachschub für meinen Job!

Also traf ich mich am dritten Tag mit einem gutaussehenden Mittdreißiger. Es dauerte erwartungsgemäß nicht lange, bis die Kleidung ihren Platz auf dem Fußboden einnahm. Es war heiß und wild. Er war durchtrainiert und es gefiel mir wie er mich dominierte. Nach einem ausgiebigen Fick nach dem anderen, verließ er meine Wohnung gegen Mitternacht. Zeit sich meinem Notizbuch zu bedienen.

Am nächsten Abend, das selbe Spiel von vorne. Irgendwie hatte ich ein Händchen dafür die Kirschen aus dem Topf zu fischen. Wieder gut trainiert und dominant veranlagt, nur diesmal vielleicht eine Spur zu viel; füllte sich mein rosafarbenes Buch um eine weitere Seite.

Der nächste Tag war etwas ernüchternd, aber Frau kann ja nicht immer Glück haben. Zwar war auch er muskulös gebaut, aber seine Art störte mich bereits nach dem ersten Blowjob und auch seine Technik ließ zu wünschen übrig. So ein Mist das genau solche immer diejenigen sind, die stundenlang könnten… Aber zum Glück weiß ich mich zu bewegen und mein Becken brachte es schnell zum Ende. Aber na gut, auch er erhielt einen Platz in meinem Buch, obwohl ich schon da wusste, dass es trotz seiner Avancen nur bei einem einzigen Treffen bleiben würde.

Sorry, aber ich möchte einfach auch dabei meinen Spaß haben und so ging das auf gar keinen Fall. Ich bin schnell im Aussortieren und ich wusste es werden schon wieder Kirschen in meinen Garten kommen.

Und so kam es natürlich auch.

Die nächsten zwei Tage verbrachte ich mit zwei wundervollen Männern, die auf längerer Sicht einen festen Platz in meinem Leben einnahmen. Der letzte für diese Woche besonders. Erstaunlich, denn beim ersten Treffen hatten wir gar nichts miteinander.

Mir war langweilig und das Wetter bezaubernd. Ich entschied mich dazu eine Spritztour durch die Fränkische zu machen, er war mit von der Partie. Wir redeten viel, hatten so manches zum Lachen und verbrachten einen relaxten Tag zusammen. Am Abend trafen wir uns ein zweites Mal. Die Nacht war lauwarm und wir rauchten den ein oder anderen auf meiner Fensterbank. Gott, ich hatte das schon seit Ewigkeiten nicht mehr gemacht, aber er wusste wie man für Pussy`s einen drehte.

Spät ging es für mich ins Bett, leider hatte ich diesmal keinen Eintrag für mein Notizbuch, aber ich wusste, schon am nächsten Tag könnte sich das schon wieder ändern.

Kirschsüße Grüße

Eure Belle

 

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